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Wehrhafte Demokratie und AfD-VerbotUmgang mit identifizierten Gefährdern​

Niemand kommt auf die Idee, man müsse den radikalen Islamismus „politisch stellen“ – was beim Umgang mit der AfD noch immer empfohlen wird. Wie absurd.

D ie Gefahr für die Demokratie, für die freiheitliche Grundordnung und insbesondere für Minderheiten war bekannt. Mehrere Landes- und Bundesbehörden hatten deutlich gewarnt. Wissenschaftliche Gutachten hatten klar formuliert, dass hier höchste Risiken vorlagen. Und dennoch geschah nichts.

Es ist auch eine Machtfrage, ob dieser Eingangsabsatz als Nacherzählung des Umgangs der deutschen Justiz mit dem CSD-Attentäter Abdul B. gelesen wird oder als Zustandsbeschreibung des Wegduckens aller zu einer solchen Initiative berechtigten Institutionen zur Prüfung eines AfD-Verbotsfahrens. Es sind sogar oft die gleichen, die empört auf das Versagen der Justiz im Fall Abdul B. schimpfen, die Prüfung eines Parteiverbots der AfD aber mit den willkürlichsten Argumenten ablehnen.

Als ob die mögliche Regierungsübernahme einer rechtsextremistischen Partei mit völkischer Ideologie nicht das Zusammenleben aller in diesem Land viel mehr und viel nachhaltiger erschüttern könnte als ein islamistischer Terrorist es vermag.

wochentaz

Dieser Text erschien zuerst in der wochentaz, unserer Wochenzeitung von links!

In der wochentaz geht es jede Woche um die Welt, wie sie ist – und wie sie sein könnte. Eine linke Wochenzeitung mit Stimme, Haltung und dem besonderen taz-Blick auf die Welt. Jeden Samstag neu am Kiosk und natürlich im Abo.

Warum nur kommt niemand auf den Gedanken, man müsse den radikalen Islamismus „politisch stellen“ – während genau das noch immer komplett hilflos als richtige Methode gegen den Aufstieg der Rechtsextremisten in den Parlamenten angesehen wird?

Warum gibt es denn die Möglichkeit eines Parteiverbots?

Aber man kann doch nicht eine Partei verbieten, die von so vielen Menschen gewählt wird, heißt es dann. Das ist absurder Unsinn. Die verfassungsmäßige Möglichkeit eines Parteiverbots besteht doch gerade deswegen, um zu verhindern, dass erneut eine Partei in die Position gewählt wird, die Demokratie von innen heraus abzuschaffen.

Bewaffneter Umsturz braucht kein Prüfverfahren des Bundesverfassungsgerichts, der ist eh verboten. Und eine Partei, die niemand wählt, so hat es auch das Bundesverfassungsgericht im zweiten NPD-Verbotsverfahren klargestellt, müsste nicht verboten werden, denn sie könnte ihre verfassungsfeindlichen Ziele nicht erreichen.

Es liegt also an Bundesrat, Bundesregierung oder Bundestag, weiter darauf zu hoffen, dass schon nichts Schlimmes passiert – nur um dann wie die Berliner Justizbehörden rund um das Amtsgericht Tiergarten die Frage beantworten zu müssen, warum man das zugelassen hat. Oder aber endlich ernst zu nehmen, was so offen daliegt, dass es dazu überhaupt keine Ergebnisse verdeckter Ermittlungen oder sonstige nachrichtendienstliche Erkenntnisse braucht: Die AfD ist eine extremistische Partei, die die Grundlagen bundesrepublikanischer Demokratie abschaffen will. Das ist mindestens so deutlich wie die Radikalisierung von Abdul B.

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Bernd Pickert

Bernd Pickert Auslandsredakteur

Jahrgang 1965, seit 1994 in der taz-Auslandsredaktion. Spezialgebiete USA, Lateinamerika, Menschenrechte. 2000 bis 2012 Mitglied im Vorstand der taz-Genossenschaft, seit Juli 2023 im Moderationsteam des taz-Podcasts Bundestalk. Bluesky: @berndpickert.bsky.social In seiner Freizeit aktiv bei www.geschichte-hat-zukunft.org
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34 Kommentare

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  • ich kann den Impuls nachvollziehen, den Fokus vom Islamismus und dessen Gefahren für unsere Gesellschaft wieder auf die AfD lenken zu wollen, wenn ich versuche, eine linke Perspektive einzunehmen. Ich halte ihn aber für wenig angemessen. Insbesondere die letzten Sätze irritieren, u. a. deswegen, weil dort die AfD als ein riesiger Block der Einzelperson Abdul B. gegenübergestellt wird, beinahe so, als wolle man die islamistischen Anschläge der letzten Jahre und auch die reale Gefahr, willkürliches Opfer eines Islamisten zu werden, unterschlagen.



    Und nein, ich schaue mich nicht jede Minute ängstlich um, ob da hinter mir plötzlich ein Islamist auftaucht, aber das haben die willkürlichen Opfer von Islamisten wahrscheinlich auch nicht.

    • @Katharina Reichenhall:

      Islamismus muss natürlich auch bekämpft werden. Er ist gefährlich und mörderisch.

      Schaue ich mir allerdings an, was die Nazidiktatur angerichtet hat, so kommt mir einen Neuauflage doch wesentlich gefährlicher vor.

      Für ein Verbot der AfD ist es allerdings zu spät. Sollte es überhaupt gelingen, löst es das Problem nicht mehr. Das Problem würde gelöst, indem man so regiert, dass die Bevölkerung eine gute Zukunft sieht. Aktuell gibt es dazu keine Anstrengungen in der Regierung...

    • @Katharina Reichenhall:

      Wir müssen !! beide Bewegungen bekämpfen, mit jedem legalen Mittel was uns zur Verfügung steht. Beide sind extrem gefährlich, die einen (noch) eher versteckt als die anderen.

    • @Katharina Reichenhall:

      Typisch konservative Brille.



      Der Fokus liegt allgegenwärtig auf dem Islamismus und bösen Ausländern, Innenminister und Geheimdienste überbieten sich täglich mit neuen Maßnahmen, Abschiebesport, etc.



      Dagegen schauen wir gemütlich zu, wie die Neonazis von der AfD das Land Stück für Stück vereinnahmen.



      Aber AfDler sind halt weiße Deutsche, das passt selten ins traditionelle Feindbild der Mitbürger hierzulande.

  • Genau so ist es. Unbegreiflicherweise gibt es immer wieder die absurdesten Begründungen nicht gegen Rechts vorzugehen, während Islam und Islamismus, genau wie Links und Linksextremismus, immer über einen Kamm geschoren werden und die Strafen nicht hoch genug ausfallen können.



    Vielleicht ist genau das das Ziel: einen Überwachungsstaat installieren, der dann an die Faschisten übergeben werden kann. Andererseits glaube ich, dass die Union es nicht mal merkt, dass sie zur Schlachtbank getrieben wird. Die glaubt immer noch, sie könnte mit am Tisch sitzen. Dabei sind die linken nur Vorspeise und die Ausländer nur der Nachtisch.



    Bleibt die Frage nach dem Warum: will die Union die Faschisten aus Opportunismus, Dummheit oder Arroganz nicht verbieten?

  • Dieser Vergleich ist absurd:

    1. Islamistische und rechtsextreme Straftaten werden gleichermaßen strafrechtlich verfolgt.

    2. Wer jedoch nicht nur Extremisten, sondern pauschal auch deren vermeintliche Sympathisanten verbieten will - etwa die AfD und ihre braun-blauen Anhänger -, müsste nach derselben Logik auch den Islam und alle Muslime verbieten?

    Genauso wenig wie jeder Muslim Islamist ist, ist jeder AfD-Anhänger rechtsextrem.

    Ein Diskurs ist gefragt!

    • @Benzo:

      "Genauso wenig wie jeder Muslim Islamist ist, ist jeder AfD-Anhänger rechtsextrem." Dieser Satz ist offensichtlicher grober Unsinn: Nicht jeder Muslim würde Islamisten wählen - eher im Gegenteil. Alle FckAfD-AnhängerInnen wählen aber eine rechtsextreme Partei.

    • @Benzo:

      Dass Sie AfD Anhänger mit "Vermeintliche Sympathisanten" schon weichspülen - so, als ob die Sicherheitsbehörden völlig willkürliche Verhaftungen nach Wohnvierteln vornehmen würden, und nicht AfD Anhänger sich selbst in den OSINT Datenbanken der Geheimdienste sich selbst kilometerlange Dossiers anlegen würden - in Zeiten, wo KI Crawler der Behörden die Kommentarspalten scannen und stylometrisch auswerten - aber gleichzeitig den "Islam" und "Islamisten" in einen Topf werfen, sagt eigentlich alles aus..

      Und ein AfD Anhänger, der nicht rechtsextrem ist, ist kein AfD Anhänger.

      Richtiger wäre in Ihrem Vergleich: Jeder, der pädophile Videos anguckt, ist pädophil.

      Wer mit Absicht eine rechtsextreme, faschistische Partei wählt, ist rechtsextrem. Punkt. Ende.

    • @Benzo:

      Sympathisanten islamistischer Terroristen haben keine Aussicht darauf, die Demokratie in Deutschland abzuschaffen, die AFD hingegen schon, und das mit erklärter Absicht. Genau für diesen Fall wurde das Gesetz geschrieben. Das absurde ist der Versuch, beides auf eine Stude zu stellen. Die Auswirkungen sind um Größenordnungen verschieden.

    • @Benzo:

      Ich sehe da schon einen gewaltigen Unterschied. Die meisten Moslems halten nichts vom Islamismus, vor allem, weil deren Vorgehen dem Koran widerspricht (ganz deutlich: Selbstmordattentate). Die meisten Moslems werden in den Islam hineingeboren, AfD-Anhänger werden definitiv nicht in die AfD hineingeboren. Wer die AfD gut findet, hat auch nichts gegen Rechtsextremisten.

    • @Benzo:

      Alle Muslime ist ein bisschen weit gegriffen. Das wäre so als ob man in Bezug auf Rechte die Deutschen verbieten wollen würde. Treffender wäre: Man müsste alle Parteien und Organisationen verbieten, bei denen eine hinreichende Zahl von Akteuren Sympathie mit Islamisten oder gar islamistische Einstellungen gezeigt haben. Als erstes müsste man da wohl die Linke verbieten. Stichwort Hamas.

      Und viele die die Hamas schlecht finden aber pro-palästinensisch eingestellt sind, äußern sich hier in Deutschland schon genau so: Man müsse die halt politisch stellen.

    • @Benzo:

      Was absurd ist, ist dieser Vergleich. Es geht nicht darum, die AgD-Anhänger zu verbieten, sondern die Partei.

  • Es ist faszinierend mitzuerleben, mit welcher doppelten Moral in diesem Land über die Bedrohung unserer Freiheit diskutiert wird. Wenn ein religiöser Eiferer im Namen des Islamismus gegen unsere Lebensweise hetzt, Queere bedroht und die Axt an die Demokratie legt, verlangen wir völlig zu Recht die volle Härte des Rechtsstaats, lückenlose Überwachung und kompromisslose Verfolgung.



    ​Schüren jedoch völkische AfD-Fanatiker exakt denselben Hass auf Minderheiten, träumen öffentlich von der Abschaffung der Grundrechte und betreiben die Aushöhlung unserer Institutionen, verfällt die Politik in defensives Eieranzahlen und warnt vor „Spaltung“.



    ​Welcher Text im Gebetbuch steht oder welches Parteibuch in der Tasche steckt, darf für die Abwehr von Staatsfeinden keine Rolle spielen. Hass auf die offene Gesellschaft bleibt Hass – egal ob er mit religiösem Wahn oder völkischem Ressentiment begründet wird. Es wird Zeit für absolute Gleichbehandlung: Wer die Freiheit vernichten will, gehört mit genau derselben Härte bekämpft!

    • @amigo:

      Danke. Man könnte fast meinen, dass hierbei Rassismus eine Rolle spielt.

  • Die Überlegung ist zwar richtig,



    Aber - wird dies den Bundesrat, die Bundesregierung oder den Bundestag



    umstimmen?

  • Es ist eben ein tiefverwurzelter steinalter Irrglaube - more from this und stell neben jeden Bürger ad finitum einen Soldaten - mildere Form Polizisten - und alles ist im Lack. But.



    “Wer bewacht die Wächter!“ => Iran Putin China Trump et al …selber ergänzen.…Danke

    🤖"Quis custodiet ipsos custodes?".



    Er stammt ursprünglich aus den Satiren



    (Satire 6, Zeilen 347–348) des römischen Dichters Juvenal und bedeutet wörtlich übersetzt: "Wer wird die Wächter selbst bewachen?".



    Das Zitat wird heute meist sinngemäß mit



    "Wer bewacht die Wächter?" übersetzt und oft verwendet, um die Kontrolle von Machtstrukturen oder der Polizei zu kritisieren.“



    Yes. …anschließe mich

    kurz - Wenn wir IMs - die von rechtswegen in den Knast gehören - Dob🐂t - am Start haben - ist statt sozialer Rechtsstaat ( Herrmann Heller) die Räuberhöhle längst at hand •

    unterm——



    🤖Rechtsstaat oder Diktatur?“ ist eine berühmte politische Schrift des sozialdemokratischen Staatsrechtlers Hermann Heller aus dem Jahr 1930. Darin argumentiert Heller, dass ein bürgerlicher Rechtsstaat ohne soziale Gerechtigkeit scheitert und in die Diktatur führt. Er fordert einen „sozialen Rechtsstaat“, der die Demokratie wirtschaftlich …👍

    • @Lowandorder:

      Er fordert einen „sozialen Rechtsstaat“, der die Demokratie wirtschaftlich absichert.Hintergrund und KernaussagenHeller analysierte in der Endphase der Weimarer Republik die Krise des liberalen Parlamentarismus. Seine zentralen Thesen lauten:Kritik am reinen Formalismus: Ein rein formaler Rechtsstaat, der soziale Ungleichheit ignoriert, verliert den Rückhalt der Bürger.Gefahr von rechts und links: Ohne soziale Reformen nutzen antidemokratische Kräfte die wirtschaftliche Not, um den Staat zu zerschlagen und eine Diktatur zu errichten.Der soziale Rechtsstaat: Recht und Wirtschaft müssen so verbunden werden, dass die Menschenwürde und reale Freiheit für alle gesichert sind.Hellers Ideen im ÜberblickSoziale Demokratie: Wirtschaftliche Macht muss demokratisch kontrolliert werden.Aktiver Staat: Der Staat darf nicht neutral bleiben gegenüber sozialer Ausbeutung.



      Wehrhafte Idee: Demokratie muss sich gegen ihre Feinde durch soziale Bindungskraft wehren.

      kurz - So einen Kronjuristen zeichnete einstmals die Sozialdemokratie -



      Eh sie zur SPezialDemokratie -



      Seeheimer Kreis Klingbeil & Co



      Verluderte •

  • Niemand kann den radikalen Islam "politisch stellen", denn er ist keine politische Haltung. Er ist eine völlige Hinwendung zu einer religiösen Ideologie die, im Gegensatz zu einer politischen Haltung, keine Anspruch auf eine Verbesserung der Lebensqualität erhebt. Politik soll ein gutes Leben bis zum Tod ermöglichen, Religion ein gutes Leben nach dem Tod. Zwei so fundamental unterschiedliche Probleme wie politischer und religiöser Extremismus brauchen nunmal auch unterschiedliche Lösungsstrategien.

    • @Tränentier:

      Was soll das denn? Natürlich ist Islamismus auch eine politische Haltung. Wer stellt denn aktuell die Regierung in Afghanistan, mit der der höchstgeehrte Herr Dobrindt aktuell so gern "technische Zusammenarbeit" propagiert und durchführt?



      Und natürlich hat auch der IS ein politisches Programm oder auch die Hamas. Das zu verneinen ist wirklichkeitsfremd.

  • Beides miteinander zu vermischen finde ich sehr fragwürdig und nicht zielführend.

    Die Islamisten sind grundsätzlich gegen alles was unsere freiheitliche Gesellschaft verkörpert. Diese wollen sie abschaffen und zugleich unseren im Vergleich zu ihren Heimatländern erschaffen Wohlstand für sich selbst in Anspruch nehmen. Es handelt sich hier um Fanatiker denen leider zu schätzungsweise 90% nicht mit Worten und Logik beizukommen ist.

    Die AFD ist für unsere Gesellschaft ebenfalls eine Gefahr, jedoch kann dieser durchaus politisch entgegen getreten werden.



    Die überwiegende Anzahl der AFD Wähler sind keine wirklichen Anhänger dieser Partei, sondern wählen diese aus Protest, da sie mit der Politik der letzten Jahrzehnte nicht einverstanden sind. Ich kenne viele aus meinem Umfeld die mittlerweile so handeln und den etablierten Parteien einen Denkzettel verpassen wollen. Dies aus Frust, nicht aus Überzeugung ggü dieser AFD. Die wirklichen Anhänger die voll zu dieser Partei stehen schätze ich auf max 25% derjenigen die diese gewählt haben.

    Somit stellt sich die Frage warum sie dann aus Protest rechts und nicht links wählen. Das darf sich jede(r) einmal selbst überlegen.

    • @Sole Mio:

      Achso. AFD Anhänger wird man also aus Gründen. Frust undso.



      Islamist wird man weshalb? Weil man böser Ausländer ist?

      "Es handelt sich hier um Fanatiker denen leider zu schätzungsweise 90% nicht mit Worten und Logik beizukommen ist."

      -> Das gilt mindestens so sehr für die Mehrheit der AFD Wähler, wie für die Mehrheit der Islamisten.

      • @Schleicher:

        Ich weiß nicht ob Sie es nicht verstehen können, oder nicht verstehen wollen.

        AFD Anhänger sind von der AFD überzeugt. Das ist die Gruppe, die ich auf 25% der Wählerschaft der AFD schätze!



        Ich habe nicht geschrieben, dass man aus Frust Anhänger dieser Partei wird. Bitte beachten Sie dies bei Ihren Äußerungen!

        Ebenso steht Ihre Aussage „Islamist wird man, weil man böser Ausländer ist“ in keinem Zusammenhang meines Beitrags zur Debatte!

        Genau solche Antworten wie Ihre, die das gesagte, oder geschriebene in einen anderen Zusammenhang bringen, sind Teil unseres Verlustes der Debattenkultur!

      • @Schleicher:

        Islamist werden Sie selten, um jemandem einen Denkzettel zu verpassen.

        Erst recht nicht, wenn Sie einen Anschlag begehen.

        Als Islamist stehen Sie hinter dem religiösen Standpunkt, suchen Lebenssinn und Transzendenz.

        Ein Kreuzchen auf dem Wahlzettel hinter "AfD" kann man auch machen, um den Regierenden mal eine mitzugeben.

        Oder auch wenn es Ihnen wichtig ist, Migration effektiv zu reduzieren.

        Die AfD können Sie da ganz instrumentell betrachten.

        Ohne Fanatiker zu sein.

      • @Schleicher:

        Adäquat ausgedrückt.

        Bei der Rezitation von gefühlten "Fakten" (ich meine den ursprünglichen Kommentar) kann man sich die Prozentzahlen ehrlicherweise gern sparen.

  • "Niemand kommt auf die Idee, man müsse den radikalen Islamismus „politisch stellen“ – was beim Umgang mit der AfD noch immer empfohlen wird. Wie absurd."



    Nein, absurd ist es, wie aus dem linken Lager täglich neue Stellungnahmen kommen, die die AfD als schlimmer brandmarken wollen als den radikalen Islamismus.



    So auch dieser Artikel: "Als ob die mögliche Regierungsübernahme einer rechtsextremistischen Partei mit völkischer Ideologie nicht das Zusammenleben aller in diesem Land viel mehr und viel nachhaltiger erschüttern könnte als ein islamistischer Terrorist es vermag."



    Islamistische Terroristen wollen Queere ausrotten. TÖTEN. Jeden einzelnen.



    Und ganz nebenbei wollen die ALLE Ungläubigen töten. Siehe Anis Amri, siehe Nizza, siehe Paris Charlie Hebdo und Bataclan, etc...



    Die AfD ruft nicht zum Massenmord an allen anderen Menschen auf, die nicht ihrer politischen Meinung sind.



    Den radikalen Islamismus unter die AfD stellen zu wollen funktioniert nicht mal in der linken Bubble gänzlich, geschweige denn beim Rest der Bevölkerung.



    Das ist hanebüchen.



    Und der radikale Islamismus erschüttert natürlich unser Land nachhaltiger, der Zulauf zur AfD wird auch durch derlei Anschläge verstärkt

    • @Astrid Sehnefeld:

      „Die AfD ruft nicht zum Massenmord an allen anderen Menschen auf, die nicht ihrer politischen Meinung sind."



      Gaaanz dünnes Eis:



      Marcel Grauf:1.) "Immerhin haben wir jetzt soviel Ausländer im Land, dass sich ein Holocaust mal wieder lohnen würde."



      2.) "Ich wünsche mir so sehr einen Bürgerkrieg und Millionen Tote. Frauen, Kinder. Mir egal. Es wäre schön. Ich will auf Leichen pissen und auf Gräbern tanzen. Sieg Heil!"



      Kai Borrman: "...das mit den Juden ist mir völlig egal, ich fand einfach die Zeit dufte."



      Dieter Görnert: "Keine Angst. Das Pack ertrinkt im Mittelmeer, aber nicht genug."



      Beatrix von Storch: "Wer das HALT an unserer Grenze nicht akzeptiert, der ist ein Angreifer...Und gegen Angriffe müssen wir uns verteidigen, auch mit der Waffe."



      René Springer: "Wir werden Ausländer in ihre Heimat zurückführen. Millionenfach. Das ist kein Geheimplan. Das ist ein Versprechen."



      Holger Arppe: "Wir müssen ganz friedlich und überlegt vorgehen, uns ggf. anpassen und dem Gegner Honig ums Maul schmieren, aber wenn wir endlich so weit sind, dann stellen wir sie alle an die Wand...Grube ausheben, alle rein und Löschkalk oben drauf."



      usw. usw. usw......

    • @Astrid Sehnefeld:

      Seit 2000 sind in Deutschland mehr Menschen durch rechtsradikalen Terror ermordert worden als durch islamistischen.

      Die AFD ist der politische Arm dieser Rechtsradikalen.

      Niemand hier verharmlost Islamismus.



      Sie dagegen verharmlosen die AFD.

      • @Schleicher:

        Und da sind wir schon beim wichtigsten Unterschied zwischen Rechtsradikalismus und Islamismus: Letzterer hat hierzulande einfach viel zu wenige Anhänger, als dass er für uns zu einer direkten politischen Gefahr werden könnte.



        Dass er als Ideologie aber - mindestens! - so mörderisch ist, wie die radikale Rechte, zeigen uns täglich das iranische Mullah-Regime, Hizbollah, Taliban, Boko Haram, Shaabab-Milizen, Daesh, Hamas etc. - bald jährt sich übrigens der 11. September 2001 zum 25. Mal...

  • Leider wahr, wirre Attentäter an ihrer Tat zu hindern, wird nicht zu einhundert Prozent gelingen. In einem freiheitlichen Staat bleibt eben immer ein gewisses Risiko.



    Um die Machtübernahme durch eine faschistische Partei wie die AfD zu verhindern, sind hingegen ausreichend gesetzliche Regelungen vorhanden, sie müssen nur genutzt werden.



    Was aber stattdessen passiert, ist das Ausnutzen des Attentats durch die Übernahme von Forderungen der AfD durch Teile der Union, Dobrindt und Merz vorneweg, Leichtgewichte wie Christoph Ploß hinterher, die ihre stramm rechte Agenda auf dem Rücken der Attentatsopfer weiter umsetzen wollen.



    Wenn es nicht zynisch wäre, könnte man meinen, das Attentat kam für die Union gerade zu rechten Zeit, niemand spricht mehr über das Desaster bei der Regierungsumbildung oder die Rückabwicklung des Klimaschutzes, die verschiedensten sozial unausgewogenen Maßnahmen der Gesundheitsreform oder ähnliches.

  • Diese verantwortungslose Zögerlichkeit wird dieses Land ruinieren!



    AFD Verbot JETZT!!!

  • Will der Autor hier etwa islamistischen Terrorismus relativieren?

  • So ein Islamismus-AfD-Vergleich kann auch nach hinten losgehen.

    Ist denn der radikale Islamismus in Deutschland irgendwo verboten?

    Nein.

    Oder Salafismus?

    Nein.

    Hat das jemand vor?

    Nein.

    Na, dann hat sich doch nach diesem Vergleich auch das AfD-Verbot erledigt, oder?

    Zumal mir keine Anschläge von AfD-Parteimitgliedern in Erinnerung sind.

    Dann wird es wohl auch in Zusammenhang mit der AfD beim Umgang mit identifizierten Gefährdern bleiben müssen.

    Herrn Pickert kann man da folgen.

    • @rero:

      "Ist denn der radikale Islamismus in Deutschland irgendwo verboten?"

      Also der IS ist z.B. als Terrororganisation eingestuft und damit verboten. Für ihn tätig zu sein, ist strafbar.

  • Genau Das!